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Die Deadline zur Umsetzung von PCI DSS (Payment Card Industry Data Security Standard) für Level 1 Unternehmen, die mehr als sechs Millionen Transaktionenvolumen im Jahr verarbeiten, ist abgelaufen. Ab Januar 2008 Jahr gelten diese Compliance-Vorgaben auch für Level 2 Unternehmen zwischen einer und bis zu sechs Millionen Transaktionen-volumen.
Der PCI DSS Standard soll den sorgfältigen und geschützten Umgang mit Karteninhaberdaten sicherstellen. Verschlüsselungen, Einführung unternehmensweiter einheitlicher Sicherheitsrichtlinien sind nur einige der geforderten Maßnahmen.
Sollten die darin enthaltenen Anforderungen nicht eingehalten werden, drohen neben dem Imageverlust, rechtliche und finanzielle Konsequenzen.
Um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, haben wir ein Frage – Antwort Dokument erstellt.
Wenn Sie Fragen dazu haben, können Sie uns gerne kontaktieren
Der PCI Data Security Standard wurde gegründet, weil jeder Kartengeber (Issuer) unterschiedlich mit seinem eigenen Program die Datenkarteninformation speicherte. Der Händler musste unterschiedliche Anforderungen abdecken, dazu kommen noch die Sicherheitsbrüche im E-Commerce sowie im POS-Umfeld. Im Jahre 2005 wurde die PCI DSS gegründet und lehnt sich an den ISO 27001:2005 Standard an. (früher ISO 17799).
Beide Abkürzungen CISP - Cardholder Information Secuirty Program - und AIS - Account Information Security – entsprichen dem PCI DSS. Visa Europa nennt es AIS und VISA USA nennt es CISP.
SDP bedeutet – Site Data Protection – und entspricht dem PCI DSS. Im SDP ist noch der Zusatz “Händler ist durch den Acquirer erkannt” sowie der Acquirer ist PCI zertifiziert.
Zu Karteninhaberdaten zählen alle Informationen einer Kredit- oder Debitkarte, die im Rahmen einer Transaktion verwendet werden.
Hierzu gehören – siehe Tabelle 1 - blaue Farbe –
| Datenelemente |
Speicherung erlaubt |
Schutz erforderlich |
Verschlüsselung erfoderlich PCI-DSS 3.4 |
|
| Karteninhaberdaten |
Primary Account Number (PAN) |
JA |
JA |
JA |
| Name des Karteninhabers* | JA |
JA* |
NEIN | |
| Servicecode* | JA |
JA |
NEIN | |
| Ablaufdatum* | JA |
JA | NEIN | |
| Authentifizierungs daten** |
Magnetstreifen | NEIN | - | - |
| CVC2/CVV2/CID | NEIN | - | - | |
| PIN/PIN-Block |
NEIN | - | - |
* Diese Datenelemente müssen geschützt werden, in Verbindung mit der PAN. Bitte bechten Sie auch den Verbraucher Datenschutz
** Authentifizierungsdaten dürfen nach der Autorisierung nicht gespeichert werden auch nicht wenn Sie verschlüsselt sind.
Ja, alle Unternehmen werden je nach Umfang ihrer jährlichen Kartentransaktionsvolumen in vier Kategorien eingestuft:
Die 5.000.000 MaterCard und 4.000.000 Visa Transaktionen werden nicht zu 9.000.000 Transaktionsvolumen zusammengerechnet. Es wird immer die höchste Transaktionszahl genommen. In diesem Fall hat Mastercard 5.000.000 und somit gehören Sie in die Kategorie 2
Alle Unternehmen, die im Zeitraum von 2004 bis 2006 Level 1 und Level 3 identifiziert wurden, müssen bis zum 31.06.2005 zertifiziert sein.
Alle Unternehmen, die ab dem Jahre 2007 Level 1 und Level 3 indentifiziert wurden, müssen nach 12 Monaten zertifiziert sein. Alle Unternehmen, die in Level 2 indentifiziert wurden, müssen bis zum 31.12.2008 zertifiziert sein.
Ja, abhängig von ihrer Kategorie müssen Händler unterschiedliche externe und interne Audits durchführen.
Der PCI DSS gilt als eingehalten, wenn dessen zwölf Sicherheitsanforderungen umgesetzt und diese Umsetzung nachgewiesen werden kann. Die PCI DSS Implementierung und Einhaltung wird wie folgt kontrolliert:
Abhängig von ihrer Kategorie müssen Händler unterschiedliche externe und interne Audits bestehen, um PCI-Compliance zu erreichen und dauerhaft aufrecht zu erhalten.
Ja, Dienstleister, die Transaktionen verarbeiten, werden in zwei Kategorien eingestuft:
QSAs sind Auditoren, die in ihrer Funktion als professionelle Sicherheitsgutachter im Unternehmen gemäß PCI DSS vor Ort auditieren und bestätigen, dass deren Schutzmaßnahmen die PCI-Anforderungen erfüllen.
Ein zugelassener Sicherheitsprüfer (ASV) unterstützt an den PCI DSS gebundene Unternehmen, indem er im Rahmen des PCI DSS Schwachstellen und Sicherheits Scans des Netzwerks durchführt.
Es gibt keinen Richtwert für den erforderlichen zeitlichen Aufwand zur Umsetzung des PCI DSS, da je nach Größe, Komplexität und vorhandenen Sicherheitsstrukturen eines Netzwerks die Implementierung unterschiedlich verläuft. Wenn Sie ISO 27001 zertifiziert sind, ist der Aufwand geringer.
Wird der PCI DSS nicht eingehalten, drohen schwerwiegende Konsequenzen. Unternehmen müssen mit Geldstrafen in sechsstelliger Höhe und ggf. kostspieligen Prozesskosten rechnen. Treten bei Händlern und Dienstleistern der Kategorien 2 bis 4 Sicherheitsverletzungen auf, können sie in Kategorie 1 hochgestuft werden. Eine Einordnung in dieser Kategorie ist mit höheren Kosten verbunden, da umfassendere Compliance-Prüfungen erforderlich sind. Zusätzlich können bekannt gewordene PCI-Verstöße das Ansehen eines Unternehmens nachhaltig schädigen und schwindendes Kundenvertrauen zur Folge haben – mit entsprechenden Geschäftsverlusten.
Der PCI DSS mit seinen verbindlichen Regeln für mehr IT-Sicherheit soll der Betrugskriminalität einen Riegel vorschieben. Für Organisationen bestehen durch verstärkte Schutzmaßnahmen bei der Verarbeitung von Zahlungskartendaten gemäß PCI vor allem folgende Vorteile:
Die Rückstufung in eine vorherige Kategorie erfolgt nach Ablauf von zwei Jahren. Im ersten Jahr müssen sämtliche Verfahrensfehler, die zur Sicherheitsverletzung geführt haben, beseitigt werden. Das zweite Jahr dient als "Bewährungsfrist", in der sich die neuen Sicherheitsmechanismen beweisen müssen und in der keine weiteren Sicherheitsverletzungen auftreten dürfen.
Dies durfte auch nicht in der Vergangenheit gespeichert werden. Es wird dringend empfohlen sich an den PCI DSS Standard zu halten, sonst drohen heftige Strafen.